Neuigkeiten von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

News der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland
  1. Ein Familienmitglied wird von Adventisten getröstet, während der Sarg eines Unglücksopfers in Motozintla für die Überführung verladen wird. © Foto: Erwin González/IAD Miami, Florida/USA, 26.05.2017/IAD/APD   Am 21. Mai stürzte ein gemieteter Bus in Motozintla, im Bundesstaat Chiapas im Südosten Mexikos, 90 Meter tief in eine Schlucht. Insgesamt 18 der 46 adventistischen Passagiere starben und weitere wurden verletzt. Dies berichtete die Kommunikationsabteilug der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Mittelamerika (Inter-American Division, IAD) mit Sitz in Miami, Florida/USA. Die mexikanische Gruppe bestand laut IAD aus 46 zumeist jugendlichen Mitgliedern der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Sie waren auf dem Rückweg von einer großen geistlichen Rüstzeit für Jugendliche. Die Unfallursache werde von den Behörden noch ermittelt. Nach Angaben von Mexico News Daily stehe ein mechanischer Defekt im Verdacht, der Auslöser dafür gewesen zu sein, dass der Fahrer auf der Motozintla-Huixtla-Schnellstraße die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Die Schnellstraße sei für ihre Bodenschwellen und gefährlichen Kurven bekannt, so Mexico News Daily unter Berufung auf die Zeitung El Universal. Die Nachricht von dem schweren Unglück verbreitete sich rasch über die Medien. Per Twitter sandte der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto eine Beileidsbekundung. Unterstützung vor Ort Während des ganzen Abends arbeiteten Verantwortliche der adventistischen Freikirche mit den lokalen Behörden und den Angehörigen der Verstorbenen zusammen, um Transporte zu organisieren. Viele Pastoren aus dem Umfeld blieben bei den betroffenen Familien in Kliniken und Kirchengebäuden, um Hoffnung zu spenden und zu beten. „Dies ist eine schreckliche Tragödie“, so der Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bundesstaat Chiapas, Pastor Ignacio Navarro. „Unsere Herzen sind in diesem Moment gebrochen und schwer vor Trauer.“ In Chiapas leben über 200.000 Adventisten. _____________________________________________________________________________ Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!
  2. Dr. Christian Ruch© Foto: Jens Mohr/APD Reiz und Risiko von Verschwörungstheorien Berlin, 26.05.2017/APD   Die aktuell zu beobachtende Zunahme von Verschwörungstheorien sei der Preis für das Mehr an Wissen in unserer Gesellschaft. So der Historiker und Soziologe Dr. Christian Ruch bei einem Vortrag am 25. Mai im Zentrum Weltanschauungen im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin. Als Gegenmittel empfahl Ruch, mit Verschwörungstheoretikern nicht zu diskutieren, sondern Fragen nach ihrer dahinterliegenden Motivation zu stellen. Zunahme von Verschwörungstheorien „Die Zahl der Verschwörungstheorien nimmt in letzter Zeit wahnsinnig zu“, so der in Chur/Schweiz lebende Ruch. Neu sei das Phänomen allerdings nicht, neu sei die Verbreitungsgeschwindigkeit von Verschwörungstheorien vor allem durch das Internet. Als historische Beispiele nannte der Historiker und Soziologe die Behauptung im Mittelalter, die Juden hätten Brunnen vergiftet und seien deshalb schuld an der Pest, den Hexenwahn der frühen Neuzeit und aktuell die Theorie der sogenannten Chemtrails: Die Kondensstreifen der Flugzeuge seien absichtlich mit Chemikalien angereichert, um die Bevölkerung zu reduzieren. Reduktion von Komplexität Die Antwort darauf, warum Menschen heute diversen Verschwörungstheorien Glauben schenken, sieht Ruch in unserer zunehmend komplexeren Gesellschaft, die man als Einzelner immer weniger verstehe. Gesellschaftliche Vorgänge könnten nicht mehr auf einzelne Akteure zurückgeführt werden, wie das Beispiel der Bankenkrise zeige. Hier setze die Verschwörungstheorie an: sie gebe eine Erklärung, in der in einem schwer zu durchschauendem Geschehen Schuldige gefunden werden. „Man redet sich die komplexen Verhältnisse einfach, in dem man sich einen Sündenbock sucht“, so Ruch. Außerdem werde es durch die von den Medien produzierte „Simulation“ immer schwerer, Wahrheit von Fiktion zu unterscheiden. Was tun gegen Verschwörungstheorien? Auf die Frage, was man gegen Verschwörungstheorien machen könne, verwies Christian Ruch auf die Schwierigkeit, argumentativ dagegen vorzugehen. Fragen zu stellen führe dagegen weiter. Durch die Frage, warum ihm das so wichtig sei, solle die Motivation des Verschwörungstheoretikers offen gelegt werden: als Ausdruck seiner Reaktion auf die komplexe Sozialwelt. Der Historiker und Soziologe betonte aber auch, dass Defizite, die eine Person hat, sich in einer immer komplexer werdenden Gesellschaft zurecht zu finden, ernst genommen werden müssten. _____________________________________________________________________________ Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!
  3. Theologische Hochschule Friedensau beim Kirchentag 2017© Foto: Holger Teubert/APD Berlin, 26.05.2017/APD   „Studier‘ doch Theologie oder Sozialwissenschaften in Friedensau“. So lautet die Aufforderung der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg während des Deutschen Evangelischen Kirchentages am Stand D 04 in der Berliner Messehalle 2.2. Die Hochschule bietet neben Theologie auch den Fachbereich Christliches Sozialwesen an. Die Theologische Hochschule Friedensau ist seit 1990 eine staatlich anerkannte Hochschule. „Sie wurde 1899 gegründet, schaut also auf eine lange Zeit und viele Erfahrungen in Studium und Lehre zurück“, heißt es in einer Selbstdarstellung. Friedensau sei ein etablierter Wissenschaftsort und durch Forschungskooperationen mit Einrichtungen auf mehreren Kontinenten verbunden. Wissenschaftliche Institute Zu Forschungszwecken gibt es im Fachbereich Theologie die Institute Altes Testament und biblische Archäologie, Adventistische Geschichte und Theologie, Historisches Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Institut für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter, Kirchenmusik, Missionswissenschaft, Religionsfreiheit, Sprachen sowie Weiterbildung. Im Fachbereich Christliches Sozialwesen leisten das Institut für Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit und in der humanitären Hilfe, Institut für den Schutz von ethnischen, linguistischen und religiösen Minderheiten sowie die Institute Entwicklungszusammenarbeit, Familien und Sozialforschung, Sucht- und Abhängigkeitsfragen, Kulturrelevante Kommunikation und Wertebildung sowie Musiktherapie Forschungsarbeit. Bachelor- und Master-Studiengänge 200 Studierende aus über 30 Nationen sind derzeit in Friedensau eingeschrieben. In Theologie bietet die Hochschule einen Bachelor (B.A.) und einen Master (M.A.) an sowie das englischsprachige Studium Master of Theolocial Studies (M.T.S.). Im Fachbereich Christliches Sozialwesen gibt es die B.A.-Studiengänge Soziale Arbeit sowie Gesundheits- und Pflegewissenschaften; außerdem die M.A.-Studiengänge International Social Sciences, Couseling (Beratung), Sozial- und Gesundheitsmanagement sowie Musiktherapie. Zudem kann zur Studienvorbereitung der Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Bibliothek Neben der Hochschulbibliothek mit über 150.000 Medien gibt es in Friedensau die Musikalienbibliothek und die Freikirchenbibliothek des Vereins für Freikirchenforschung. Zugriff auf Online-Datenbanken und elektronische Zeitschriften erweitern den physischen Bestand. Weitere Informationen zur Hochschule unter: www.thh-friedensau.de _____________________________________________________________________________ Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!
  4. ADRA auf dem Markt der Möglichkeiten© Foto: Holger Teubert/APD Berlin, 26.05.2017/APD   Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA informiert während des Deutschen Evangelischen Kirchentages in der Berliner Messehalle 2.1 im Bereich „Globale Herausforderungen“ am Stand J 12 über ihre Arbeit. ADRA ist auf humanitäre Hilfe spezialisiert und verfügt über eine weltweites Netzwerk mit über 130 Länderbüros. Das Büro von ADRA Deutschland befindet sich in Weiterstadt bei Darmstadt. ADRA arbeitet mit Ehrenamtlichen und mit Fachkräften. Das Hilfswerk weist nicht nur auf Missstände hin, sondern ruft zur Verantwortung auf. Getreu dem Motto „Damit Menschen wieder hoffen können“ arbeitet ADRA mit internationalen Partnern daran, Menschen in Not zu helfen sowie der Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen der Erde Einhalt zu gebieten. Die Tätigkeitsfelder von ADRA sind Sicherung der Ernährung, Gesundheitsvorsorge und medizinische Versorgung, Bildung und Berufsausbildung, den Lebensunterhalt selbständig verdienen, Katastrophenhilfe, Wasser und Sanitärtechnik, Katastrophenvorsorge, Umweltschutz sowie Völker-verständigung und Freiwilligendienste. Kinderhilfsprojekt im Nordirak Am Stand informiert ADRA Deutschland über die aktuelle Arbeit in Kurdistan im Nordirak. Dort unterstützt das Hilfswerk die Kinder in zwei Flüchtlingscamps. Das Camp Kawergosk liegt 37 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Erbil. Hier werden bis zu 600 Kinder betreut. Das zweite Camp Hassan Sham nahe der Stadt Mossul betreut irakische Binnenflüchtlinge. ADRA hat für die Kinder in den Notunterkünften Schutz- und Spielräume eingerichtet. Speziell geschulte Lehrer und Betreuer kümmern sich um sie, sodass sie ihre Schulbildung fortführen und ein wenig Normalität zurückgewinnen. Weitere Informationen unter: www.adra.de _____________________________________________________________________________ Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!
  5. Dr. Daniel Heinz beim Vortrag© Foto: Holger Teubert/APD Berlin, 26.05.2017/APD   Während des Deutschen Evangelischen Kirchentags fand in Berlin zum sechsten Mal die „Lange Nacht der Religionen“ statt. Am 25. Mai öffneten wieder 80 Synagogen, Moscheen, Kirchen, Tempel, Mediations- und Gemeindehäuser ihre Türen, um Menschen in Berlin zu sich einzuladen. Das geschah nach dem Motto: „Menschen begegnen. Religionen kennenlernen. Horizonte erweitern.“ Laut dem Leiter des Initiativkreises der Aktion, Dr. Thomas M. Schimmel, gehe es hierbei um einen besonderen Aspekt der Freiheit. Es werde deutlich, dass es in Berlin Menschen mit verschiedenen Religionen, Weltanschauungen und Lebenskonzepten gebe, die friedlich zusammenleben könnten. Die „Lange Nacht der Religionen“ sei der Versuch, der Gesellschaft zuzurufen: „Seht her, die religiösen Menschen in dieser Stadt wollen den Frieden und die Solidarität. Sie sind eure Nachbarn, eure Lehrerinnen, Postboten, Gemüsehändler und Rechtsanwältinnen. Und sie öffnen ihre Gotteshäuser, um zu zeigen, was sie glauben und dass sie gern in dieser offenen Gesellschaft leben.“ An der „Langen Nacht der Religionen“ nahmen auch zwei Gemeinden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten teil. Die Adventgemeinde Wilmersdorf lud zu zwei Vorträgen mit Aussprache ein. Dr. Daniel Heinz, Leiter des Historischen Archivs der Freikirche in Europa an der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, befasste sich mit den Themen „Die Einzigartigkeit Jesu Christi im Vergleich zu anderen Religionsstiftern“ sowie „Adventisten und das Erbe der Reformation“. Die Adventgemeinde Tegel zeigte den Film „Die Schöpfung – Die Erde ist Zeuge“. Dabei ging es um einen Einblick in die Faszination der Schöpfung und das Wunder des Lebens. Die Adventgemeinden Wilmersdorf und Tegel sind zwei von 14 deutschen und acht internationalen Ortsgemeinden der adventistischen Freikirche in Berlin. _____________________________________________________________________________ Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!

Freikirchlicher Politikbeauftragter NRW